Radioteleskop Effelsberg: Neue Erkenntnisse über Blitznadeln (LOFAR)

Unser Radioteleskop „Effelsberg“ ist mit seinem 100 m Drehspiegel weltweit bekannt, insb. wegen der Erforschung der Galaxie Milchstraße und Schwarzer Löcher. Weniger Beachtung finden die Antennenfelder am Boden (siehe Foto), die im Verbund mit anderen Stationen in Europa (Low Frequency Array = LOFAR) Erkenntnisse aus der Beobachtung niederfrequenter Radiowellen (30-300 MHz) gewinnen. Damit sind aktuell einige Geheimnisse von Gewitterblitzen in unserer Atmosphäre aufgedeckt worden – siehe die Artikel https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/gewitterblitze-forscher-lueften-geheimnisse-von-unwettern-a-1263462.html

und  https://www.nature.com/articles/s41586-019-1086-6

Die laufenden Entladungen in Gewitterfronten werden von sogenannten „Blitz-Nadeln“ d. h. Ladungswolken bis zu 100 m Länge und 5 m Druchmesser gespeist. Sie erklären das Risiko kurzfristig auftretender Mehrfach-Blitzeinschläge in einer Region.